Warum Internetsucht Gift in der Examensvorbereitung ist und wie man davon loskommt – Rezension von Checking out – How Searching More and checking less can save you from your Smartphone – Jeremiah Overland

Smartphone Ethik - Warum Internetsucht Gift in der Examensvorbereitung ist und wie man davon loskommt - Rezension von Checking out - How Searching More and checking less can save you from your Smartphone - Jeremiah Overland

Allgegenwärtige Internetsucht ist Gift in der Examensvorbereitung - Gegengift inside - Rezension von Checking out - How Searching More and checking less can save you from your Smartphone - Jeremiah Overland

Dieser Blogartikel geht auf ein in der heutigen Zeit allgegenwärtiges Problem ein: Internetsucht durch Smartphonenutzung. Diese muss schnellstmöglich bekämpft werden, um die Examensvorbereitung durchstehen zu können. Internetsucht wird durch die dauerhafte Verfügbarkeit des Internets selbst durch das Smartphone massiv gefördert. Wie oft kommt es vor, dass man nur mal schnell etwas nachschauen will, nach einiger Zeit wie aus einer Trance aufwacht und bemerkt, dass man mittlerweile ganz woanders gelandet ist, ohne dass man es gemerkt hat. Minuten später, 10 Minuten vergangen, eine halbe Stunde verflogen, eine Stunde weg. Das ist allen Smartphoneusern in der heutigen Zeit schon passiert. Und das Schlimmste: Manchmal hat man das, was man nachschauen wollte, dabei vollkommen aus den Augen verloren und noch nicht mal das geschafft.

Wie es zum Surfen in Trance kommt

Dieses "Surfen in Trance" geschieht automatisch und viel öfters als einem lieb ist - durch sog. Clickbait. Clickbait kennt jeder, aber vielleicht nicht unter diesem Begriff. Es handelt sich um reißerische Überschriften, bunte Bilder, Anpreisung von geheimen Wissen, Babybilder, Polemik und Ähnliches. Und hierbei wird nur ein Ziel verfolgt: Den Internetnutzer möglichst lange auf seiner Internetseite halten oder das eigene Video schauen lassen und damit - durch Werbeeinnahmen - Geld verdienen. Clickbaiting lässt sich in der heutigen Zeit nicht mehr umgehen und es ist schwierig, sich diesen Schlüsselreizen zu entziehen.

Fatale Auswirkung in der Examensvorbereitung

In der Examensvorbereitung hat dies natürlich fatale Auswirkungen. Auf der einen Seite verliert man massiv Zeit, die man zum Lernen oder zum Entspannen nutzen könnte. Stattdessen geht diese Zeit einfach verloren. Auf der anderen Seite kann das Gehirn auch nicht so gut regenerieren, wenn es nach einer juristischen Lernphase mit Nonsensinhalten dauerbeschallt wird. Nicht umsonst rät der ein oder andere Repetitor dazu, nach dem Lernen für mindestens zwei Stunden kein Fernsehen zu schauen, da die Verarbeitung der gelernten Inhalte nicht so erfolgreich stattfinden kann, wie beim Sport, tagträumen, Kochen oder sonstigen Aktivitäten, die weniger intensive Reize auf das Gehirn ausüben. Fernsehen ist in der heutigen Zeit aber nicht unbedingt das Problem. Aber wer die Parallele zwischen YouTube-Katzenvideos und Bauer sucht Frau auf RTL2 nicht zieht, der denkt realitätsfern.

Gegengift

Welche Möglichkeiten gibt es, mit der heutigen Problematik umzugehen. Letztendlich drei.
  1. Den Stecker ziehen. Nutze das Internet nicht. Nutze kein Smartphone. Anton Kreil ist insoweit Vorsprecher der Dumbphone-Bewegung.
  2. Begrenze den Umgang mit dem Medium Internet bzw. dem Medienträger Smartphone. Hier wird das Problem jedoch nicht an der Wurzel gepackt.
  3. Ein bewussterer Umgang mit dem Internet und dem Smartphone. Das ist der Ansatz, mit dem wir uns folgend genauer beschäftigen wollen.
Und dieser 3. Ansatz ist Inhalt des Buches von "Jeremiah Overland" namens "Checking out - How Searching More and checking less can save you from your Smartphone".

Das Buch von Jeremiah Overland: Checking out - How Searching More and checking less can save you from your Smartphone

Auch wenn das Buch derzeit ausschließlich auf englisch erhältlich ist, einfach zu lesen, guter Ansatz, sehr wirkungsvoll. Volle Punktzahl nach unserer Rezension ★★★★★

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Drei Werkzeuge

Jeremiah Overland propagiert in seinem Buch einen bewussteren Umgang mit dem Smartphone und dem Internet. Dieser bewusstere Umgang wird durch drei Werkzeuge begleitet, ohne dass wir hier in diesem Artikel zu viel vorwegnehmen möchten.

  1. Die Unterscheidung zwischen "Suchen und Checken"
  2. PATH
  3. Leads

Die Unterscheidung zwischen "Suchen und Checken"

Die Unterscheidung zwischen Suchen und Checken ist der erste Grundpfeiler des Buchs. Das Smartphone bzw. das Internet zum Suchen zu benutzen ist erlaubt, etwas schnell zu checken ist verboten.

PATH

Purpose - Bevor du an dein Smartphone bzw. ins Internet gehst, bedarf es eines Zwecks.

Active - Wenn du am Handy bzw. im Internet bist, dann aktiv. Das Scrollen. von Facebookfeeds, Instagram-Fotos, Nachrichtenseiten, etc. ist alleine passives Konsumieren. Und Passivität soll vermieden werden.

Typing - Schreibe im Internet bzw. auf dem Smartphone, denn dann bist du aktiv. Umgehe Clickbait durch aktives Schreiben der Suchanfrage in der Google-Suche, kein Autovervollständigen und keinem von Link zu Link weiterklicken.

Holistic - Hilft es dir in der realen Welt oder flüchtest du gerade in die digitale Welt? Beantworte diese Frage und flüchte nicht. Es ist ok, wenn es "tote Zeit" gibt, in der du nur vor dich hinträumst oder auf den Bus wartest.

Leads

Zudem muss man erkennen, dass das Internet bzw. das Smartphone hauptsächlich dazu genutzt wird, Neuigkeiten (Leads) zu generieren. Sei es Neues von Freunden, Neues aus der Modewelt, neue Inneneinrichtung, neue Whatsapp-Nachrichten, neue Empfehlungen, usw. Das ist normal, denn Menschen haben das Verlangen nach Neuigkeiten. Und wenn man etwas Neues erfährt, erfolgt ein Dopamin-Ausstoß, der diese Neuigkeit noch schöner erscheinen lässt. Braucht man hierfür das Internet bzw. das Smartphone? Nein. Daher sollen Leads aus anderen Medien generiert werden.

  1. Stufe: Von anderen Menschen. Face-to-Face. In der realen Welt. Hauptsächlich.
  2. Stufe: Bücher und Radio. Auch gerne.
  3. Stufe: Zeitung, Magazine und TV. Geht auch, aber lies jetzt bitte nicht jeden Tag Spiegel, FAZ und die Glamour gleichzeitig.
  4. Stufe: Internet und Smartphone. Möglichst gar nicht. Es ist nicht notwendig und Clickbaiting wird dich ablenken.

Nutze die reale Welt. Und nicht das Internet.

Fazit

Das Internet und Smartphone ist ein geniales Werkzeug. Aber den Umgang mit dem Medium muss noch gelernt werden, damit es keinen Schaden anrichtet. Das Buch bekommt von uns 5/5 Sterne, da es sich um einen einfachen, effektiven und nachhaltigen Ansatz handelt, mit Internet und Smartphone umzugehen. So kann man das Smartphone weiter nutzen, aber wer seinen Internetkonsum (Nachrichten, YouTube, Facebook, Instagram, etc.) künftig bewusster gestalten möchte, dem wird dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt. Es lohnt sich, für jeden.

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